Ernährungsberatung

Individuelle Beratung

Karies ist eine sogenannte „multifaktorielle Infektionserkrankung“. Es müssen also mehrere Faktoren zusammentreffen, damit Karies entstehen kann. Dazu gehört auch eine falsche Ernährung, die sich auf die Dauer negativ auf Zähne und Zahnfleisch auswirken kann.
Sie haben die Möglichkeit, sich individuell zu den Themen der oralprophylaktischen Ernährung in unserer Praxis beraten zu lassen.
Unsere Ernährungsberaterin, Frau Rachel Kaufmann, arbeitet seit 2010 in unserer Praxis und betreut alle Patienten, die im Rahmen der Prophylaxe eine Ernährungsberatung wünschen. Zusätzlich zur Grundausbildung hat Frau Kaufmann eine weitere Ausbildung speziell für Kinder absolviert.

Süßes, Saures, Klebriges

Der übermäßige, zu häufige Verzehr von süßen, sauren und klebrigen Leckereien fördert die Entstehung von Bakterien, deren säuerliche Stoffwechselprodukte den Zahnschmelz schädigen und zu Karies führen. Der komplette Verzicht auf solche Lebensmittel ist jedoch nicht nötig. Wichtig ist vielmehr ein vernünftiger zahngesunder Ernährungsplan. Oft ist eine individuelle Beratung nötig, um die genauen Ursachen für die Karies Entstehung festzustellen. Grundsätzlich sollte man jedoch einige simple Regeln beachten, um seine Zähne zu schützen:

  • Möglichst wenig Zucker mit der Nahrung aufnehmen. Auch bei folgenden Nahrungsmitteln handelt es sich um Zucker: Glucose, Saccharose, Dextrose, Traubenzucker, Sirup, Fruktose, Maltose sowie Laktose. Honig und Trockenfrüchte sind zum Beispiel sehr zuckerhaltig und kleben außerdem an den Zähnen!
  • Gewisse Erfrischungsgetränke enthalten teilweise extrem hohe Zucker- & Säureanteile (achten Sie auf die Zutaten). Trinken Sie lieber Mineralwasser – der beste Durstlöscher überhaupt. Das so genannte Dauernuckeln an Saft- oder Milchflaschen sollte unbedingt vermieden werden.
  • Achtung bei Fruchtsäften, da sie Fruchtsäure enthalten, die die Zahnoberfläche direkt aufweichen kann.
  • Süßigkeiten sollten in Maßen und zum richtigen Zeitpunkt verzehrt werden.
  • Süßes am besten nach den Hauptmahlzeiten zu sich nehmen, nachdem der Speichel besonders stark fließt und für eine gute Remineralisation sorgt.
  • Süßigkeiten nicht über den ganzen Tag verteilt verzehren, sondern lieber alles auf einmal.
  • Die Zähne nicht direkt nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln oder Getränken putzen, da der Schmelz weiter geschädigt werden kann.
  • Vollkornprodukte und frisches Obst und Gemüse erhöhen die Kautätigkeit und damit die wohltuende Speichelproduktion. Auch zuckerfreie Kaugummis helfen.
  • Calcium reiche Lebensmittel stärken Knochen und Zähne und sollten täglich verzehrt werden.
  • Xylitkaugummis: Zum einen werden Xylit Kaugummis gezielt in der individuellen Kariesprophylaxe in der Praxis- Therapie eingesetzt, zum anderen gilt Kaugummikauen (natürlich nur zuckerfrei) als "smart habit" zur Kariesprophylaxe im Alltag. Bisher konnte man Kaugummis mit einer annähernd therapeutischen Dosis an Xylit nur über den Dentalhandel beziehen. Nun können Eltern diese Kaugummis auch in Lebensmittelgeschäften erwerben.